Aufstieg durch den Tiefschnee – Unterwegs am Herzogstand (Teil – 1)

Nachdem ich Mitte Januar meine erste Gipfeltour absolviert habe, ging es am letzten Wochenende hinauf an den Herzogstand. Ziel war die Kapelle auf dem Fahrenbergkopf unterhalb des Herzogstands. Um zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu sein, hieß es mal wieder für aufstehen. Im ersten Teil zeige ich euch Aufnahmen rund um den Sonnenaufgang.Motiviert von meiner Tour am Wallberg hatte ich mir den Herzogstand und speziell die den Fahrenbergkopf als nächstes Ziel einer morgendlichen Fototour herausgesucht. Die Beschreibungen der Tour wiesen den Aufstieg als leicht bis mittel-schwer aus. Für mich also sehr gut machbar. So kam es dass der Wecker gegen 3:30 Uhr klingelte und ich nach einem kleinen Frühstück Richtung Voralpen aufbrach.

Gegen 5:00 Uhr kam ich am Parkplatz auf der Passhöhe zwischen Kochelsee und Walchensee an. Hier war der Startpunkt für den Aufstieg, der über einen Reitweg erfolgen sollte. Es ging auf einem recht breiten und mäßig steilen Weg Richtung Herzogstand. Der Weg war schon im Tal mit recht viel Schnee bedeckt. Das lieferte mir einen kleinen Vorgeschmack auf den bevorstehenden Aufstieg.

Gut zweieinhalb Stunden Wanderung durch die Dunkelheit standen nun an. Auf dem Weg wechselten sich recht flache mit einigen recht steilen Passagen ab. Es lag schon sehr viel Schnee und so folgte ich den Spuren von zwei Tourengehern.

Langsam wurde es hell und ich erreichte die eine kleine Ebene. Die Dämmerung gab bereits den Blick auf den Gipfel des Herzogsstands frei. Er war mit recht dicken Wolken verhangen. Ernüchterung setzte ein, denn schließlich hatte der Wetterbericht besseres Wetter vorhergesagt. Ich gönnte mir eine kurze Pause und bereitete derweil die Kameras vor und baute das Stativ auf. Ich entschloss mich den Aufstieg fortzusetzen, denn schließlich sind gute Bilder nicht vom perfekten (Sonnen)Licht abhängig.

Auf dem letzten Stück hinauf und in der Morgendämmerung ergaben sich dann auch die ersten Motive. Die aufgehende Sonne erhellte die umliegenden Berge rund um den gegenüberliegenden Jochberg. Dazu lösten sich die Wolken langsam auf und krochen langsam über die Gipfel und das darunter liegende Tal.

Die Wolken lösten sich langsam im Licht der aufgehenden Sonne auf und krochen über den Gipfel des Jochbergs.
Die Wolken lösten sich langsam im Licht der aufgehenden Sonne auf und krochen über den Gipfel des Jochbergs.

Immer wieder ging mein Blick hoch in Richtung Gipfel des Herzogstands. Die Wolken schienen sich auch dort langsam aufzulösen. Ein wenig unterhalb des Fahrenbergkopfs und des Herzogstandhauses ergab sich dann das nächste Motiv. Mit Blick in Richtung Jochberg streifte die aufgehende Sonne die komplette Flanke der Berge und tauche die gesamte Szene in ein atemberaubendes Licht. Im Nachhinein ist dies eine der besten Aufnahmen der Tour, an der ich mich kaum sattsehen kann.

Die aufgehende Sonne taucht die Flanken der Berge in wundervolles und weiches Licht.
Die aufgehende Sonne taucht die Flanken der Berge in wundervolles und weiches Licht.

Ich befand mich nun fast am Gipfel des Fahrenbergkopfs und der Aufstieg wurde immer schwieriger. Ich konnte keinen festen Weg mehr erkennen und so orientierte ich mich wieder an den Spuren eines Tourengehers. Es wurde anstrengend, da ich bei fast jedem Schritt bis zum Knie im Schnee versank. Hier wären Schneeschuhe eine große Hilfe gewesen.

Mein Blick ging immer noch in Richtung Jochberg und den Kochelsee. Als ich mich umdrehte um den Aufstieg fortzusetzen, erleuchtete die Flanke des Herzogstands direkt vor meinen Augen, einzigartig.

Herzogstand-Fahrenberg-Kopf-8
Die Flanke des Herzogstands „brennt“ im Licht der Sonne. Letzte Wolken ziehen über dem Gipfel entlang.

Die letzten Meter zum Herzogsstandhaus gab es dann kein Halten mehr. Ich versuchte so schnell wie möglich durch den tiefen Schnee zum Plateau mit Blick auf den Walchensee zu kommen. Nach einigen Metern hatte ich wieder relativ festen Boden unter den Füßen verschnaufte kurz und genoss den Ausblick.

Leider war der Weg zum Gipfel des Fahrenbergkopfs war mit viel Schnee bedeckt. Die Sonne war mittlerweile auch schon aufgegangen. So entschied ich mich einem Weg unterhalb des Gipfels zu folgen. Hier ging es entlang verschneiter Bäume in Richtung Sonne.

Der verschneite Weg unterhalb des Gipfels bot nochmals klasse Motive. Die tiefstehende Sonne sorgte für ein weiches Licht.
Der verschneite Weg unterhalb des Gipfels bot nochmals klasse Motive. Die tiefstehende Sonne sorgte für ein weiches Licht.

Wohin dieser Weg führt, erfahrt ihr dann im zweiten Teil der Serie. Ich kann nur so viel verraten, das es zur Bergstation der Herzogstandbahn geht. Diese führt vom Walchensee auf den Berg. Seit also gespannt auf den nächsten Beitrag. Ich hoffe ich kriege ihn bis Montag fertig.

Wenn ihr nicht warten wollt, könnt ihr auch auf meinem Instagram Account in kleinen Vorgeschmack abholen. Auch auf meiner Facebookseite und auf 500px gibt es immer wieder neue Bilder.

Hier geht’s dann zu zweiten Teil am Herzogstand.

6 Antworten auf „Aufstieg durch den Tiefschnee – Unterwegs am Herzogstand (Teil – 1)

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