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Island, das Land von Feuer und Eis. Eine Insel im Nordatlantik, die eine besondere Faszination ausstrahlt. Raue Vulkanlandschaften und endlos scheinende Gletscher machen für mich die einzigartige Schönheit Islands aus. Ich hatte bereits zwei mal das Glück dieses einzigartige Land bereisen zu können. Bei meinen beiden Reisen war ich primär im Südosten und Südwesten unterwegs. Besonders während der zweiten Reise im März 2026 habe ich einige Fotospots erneut besucht, um konkrete Bildideen umzusetzen. Zudem wollte ich unbedingt Polarlichter sehen. In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen dieser beiden Reisen und Tipps zum Fotografieren auf Island mit euch teilen.
- Die Anreise nach Island
- Das Reisen auf Island
- Fotografieren auf Island – Meine 8 Fotospots
- Meine Tipps zum Fotografieren auf Island
Die Anreise nach Island
Die Reise nach Island ist von Deutschland aus relativ schnell mit Flugzeug möglich. Von München sind es beispielsweise vier Stunden Flugzeit. Bei meinen beiden Reisen bin ich jeweils mit Icelandair geflogen. Die isländische Fluglinie bietet auch Flüge von Hamburg, Berlin oder Frankfurt an. Aber auch eine Anreise mit der Fähre ist von Dänemark aus möglich. Die Reederei Smyril Line bietet die Fährverbindung an. Die Verbindung führt über die Färöer Inseln, dafür habe ich die Fähre der Smyril Line bereits genutzt. Der Vorteil der Fähre ist, dass ihr mit eurem eigenen Auto reisen könnt und auf Island keinen Mietwagen oder Camper braucht.
Das Reisen auf Island
Bei meinen beiden Reisen nach Island bin ich mit dem Flugzeug angereist. Bei meiner ersten Reise im August 2022 habe ich gemeinsam mit einem guten Freund einen kleinen Camper gemietet. Während der zweiten Reise März 2026 war ich allen und habe ich mir für einen Mietwagen entschieden. Am und in der Nähe des internationalen Flughafens Keflavík findet alle bekannten Mietwagenfirmen und viele Camper-Vermietungen. Bei beiden Reisen wurde ich von einem Shuttle-Service abgeholt. Bei der Anreise mit Flugzeug kommt ihr recht schnell zu eurem Mietwagen oder Camper. Zudem gibt es eine Busverbindung nach Reykjavik.

Bei der ersten Reise mit dem Camper habe ich im Vorfeld einige Campingplätze recherchiert. Davon gibt es auf Island sehr viele, teilweise direkt an den bekannten Fotospots. Die Bezahlung erfolgt meist direkt vor Ort und bargeldlos. Viele Campingplätze verfügen über sanitäre Anlagen sowie Koch- und Spülmöglichkeiten. Während der zweiten Reise war ich mit einem Mietwagen unterwegs und habe mir zwei AirBnB’s gemietet. Auf der Insel gibt viele AirBnB’s und Guesthouses in denen ihr einen Schlafplatz finden könnt.
Das Autofahren auf der Insel, egal ob mit dem Camper oder Mietwagen, sehr entspannt. Rund um Reykjavik und den Flughafen gibt es recht viel Verkehr. Dieser wird aber schnell weniger, wenn ihr die Gegend verlasst. Entlang der Ringstraße ist der Verkehr sehr gering. Die Ringstraße führt einmal um die Insel und ist mit maximal mit 90 km/h befahrbar. Das macht das Fahren auf Island sehr entspannt. Jedoch solltet ihr das wechselhafte Wetter auf Island im Hinterkopf behalten. Während es bei meiner ersten Reise im August 2022 sehr sonnig war, war das Wetter im März 2026 sehr wechselhaft mit teilweise starken Schneeregen. Gut zu wissen, auf der Website umferdin.is könnt ihr euch die aktuelle Straßenverhältnisse anschauen.
Fotografieren auf Island – Meine 8 Fotospots
Island ist aufgrund seiner einmaligen Landschaft ein Traumziel zum Fotografieren. Die raue von Vulkanen geprägte Landschaft bietet einmalige Motive. In Kombination mit dem wechselhaften Wetter können dazu einmalige Lichtstimmungen entstehen. Das war für mich auch der Grund nach Island zu reisen. In den folgenden Absätzen möchte meinen Erfahrungen an den teilweise sehr bekannten Fotospots auf Island vorstellen.
- Fotospots auf Snæfellsnes: Rund um den Kirkjufell
- Eyarbakki & Thingvellir – Abseits der bekannten Fotospots
- Skógafoss – Bekannte & neue Blickwinkel
- Vík und seine Küste – Reynisfjara & Dyrhólaey
- Zwischen Eis und Vulkanlandschaft – Jökulsárlón & Fjallsárlón
- Stokksnes – Islands spektakuläres Bergpanorama
- Háifoss – einer der höchsten Wasserfälle Islands
- Islands Ringstraße – vielfältige Landschaft
Fotospots auf Snæfellsnes: Rund um den Kirkjufell
Auf meiner ersten Reise nach Island führte mich der Weg nach der Ankunft direkt nach Westen in Richtung der Halbinsel Snaefellsnes und dem bekannten Kirkjufell. Der markante Kirkjufell ist zusammen mit dem Kirkjufellsfoss eines der bekanntesten Fotomotive auf Island. Aber auch rund um den Kirkjufell und den benachbarten Fjord gibt es zahlreiche Motive zu entdecken. Diese haben mich mehr gereizt als das bekannte Motiv direkt am Wasserfall. Zudem gibt es auf der Halbinsel Snaefellsnes viele weitere Fotomotive zu entdecken, beispielsweise die entlang der Flanken des Snaefellsnesjökull. Auch wenn ich dort nur einen Tag verbracht habe, hat mich dieser Teil Islands bereit fasziniert.




Eyarbakki & Thingvellir – Abseits der bekannten Fotospots
Nach dem Besuch der Halbinsel Snaefellsnes ging es für mich ich in Richtung Osten. Auf dem Weg nach Höfn und der Halbinsel Stokksnes konnte ich in der Bucht von Eyrarbakki einen dramatischen Sonnenaufgang fotografieren. Ebenfalls abseits der sehr bekannten Fotospots findet sich in meinen Augen der Nationalpark Thingvellir (isländisch: Þingvellir). An diesem Ort im gleichnamigen Nationalpark treffen zwei tektonische Platte aufeinander. Die Schlucht Almannagjá ist ein sichtbares Zeichen davon. Rund um den Ort zeigt sich die isländische Landschaft von einer anderen Seite. Sträucher und kleine Wäldchen prägen die Landschaft. Ein überraschender Kontrast zur Vulkanlandschaft Islands. Somit lohnt sich der Besuch aus fotografischer Sicht und auch aus kultureller. An diesem Ort wurde über Jahrhunderte der traditionelle Versammlung Althing abgehalten.




Skógafoss – Bekannte & neue Blickwinkel
Der Skógafoss ist sicherlich einer der bekanntesten Fotospots auf Island. Der mächtige Wasserfall liegt fast direkt an der Ringstraße und ist von dieser auch gut zu sehen. Den Skógafoss habe ich auf beiden meiner Islandreisen besucht. Beim ersten Besuch konnte ich den Wasserfall zum Sonnenuntergang und -aufgang fotografieren. Bei meinem zweiten Besuch hatte ich das Glück Polarlichter direkt über dem Skógafoss zu sehen und zu fotografieren. Rund um den Skógafoss ergeben sich zahlreiche Motive, egal ob weitwinklige Aufnahmen direkt am Fluss, Detailaufnahmen des herabfallenden Wassers oder verschiedene Blickwinkel auf den Wasserfall an sich. Es gibt viel zu entdecken, auch abseits der von Social Media bekannten Motive.




Daher ist ein Foto, dass zum Sonnenaufgang oberhalb das Wasserfalls am Fluss Skóga entstand, eines meiner persönlichen Lieblingsfotos der letzten Jahre. Der Blick zum Eyjafjallajökull über die grünen Wiesen der Ebene oberhalb des Wasserfalls war einmalig. Die grasenden Schafe machten die Szene perfekt. Nach nur 10 Minuten Fußweg stand ich abseits der Massen in der einmaligen Landschaft Islands. Denn so eindrucksvoll und schön der Skógafoss ist, so gut besucht ist er auch. Besonders zum Sonnenuntergang ist es schwer eine Aufnahme ohne andere Touristen zu machen. Dessen solltet ihr euch bewusst sein, wenn ihr den Ort zum Fotografieren besucht. Es gibt aber auch Blickwinkel, die helfen andere Touristen oder Fotografen geschickt zu verstecken.
Vík und seine Küste – Reynisfjara & Dyrhólaey
Weiter in östlicher Richtung liegt der Ort Vik. Rund um Vik liegen weitere bekannte Fotospots auf Island. Der Strand Reynisfjara ist besonders bekannt für seine Felsnadeln, die Reynisdrangar, und die sechseckigen Basaltsäulen. Jedoch kam es im Winter 2026 aufgrund starker Winterstürme dazu, dass ein Teil des Strandes abgetragen wurde. Somit hat sich dieser Fotospot auf Island seit meinem ersten Besuch stark verändert. Schon damals gab es Warnungen vor den gefährlichen Wellen am Strand, die ohne große Vorwarnung sehr weit Wasser in den Strand hinein spülen und lebensgefährlich sein können. Beim Fotografien direkt am Strand solltet ihr unbedingt auf die Hinweisschilder achten.




Zudem ist in meinen Augen die Aussicht vom Plateau der Halbinsel Dyrhólaey viel reizvoller. Bei gutem Wetter hab ihr einen grandiosen Blick zum Strand Reynisfjara und entlang der Küste. Zudem lassen sich im Sommer hier Papageientaucher und andere Vögel beobachten. Abschließend gibt es im Ort Vik selbst noch einen bekannten Fotospot. Oberhalb des Ortes steht die Kirche. Von Parkplatz und oberhalb ergibt sich ein eindrucksvoller Blick über den Ort hin zu den Felsnadeln. Zudem eröffnet sich hinter der Kirche eine Hochebene einer sanften Graslandschaft und eindrucksvollen Felsen.
Zwischen Eis und Vulkanlandschaft – Jökulsárlón & Fjallsárlón
Die Landschaft Islands ist geprägt von Gletschern. Entlang des Ringstraße im Südosten gibt es kaum einen Ort, an dem ihr nicht einen der Gletscher Islands sehen könnt. Besonders eindrucksvoll ist der Vatnajökull. Der größte Gletscher Islands und Europas. Auf beiden meiner Reisen habe ich die Gletscherlagune Jökulsárlón und der Gletschersee Fjallsárlón besucht. Beide Fotospots sind am Ende von Gletscherzungen des Vatnajökull und zudem relativ nah entlang der Ringstraße.




An diesen beiden Fotospots wurde mir die Größe der Natur und besonders der Gletscher nochmal stärker bewusst. Die Gletscherlagune Jökulsárlón ist mit den in im Wasser schwimmenden Eisbergen besonders beeindruckend. Die weißen und hellen Eisberge bilden einen starken Kontrast zur grauen und dunklen Vulkanlandschaft der Umgebung. Der Fjallsárlón ist zwar nicht ganz so beeindruckend wie der Jökulsárlón, aber dennoch einen Stopp wert. An beiden Spots habt ihr gutem Wetter einen beeindruckenden Blick auf die endlos erscheinenden Eismassen des Vatnajökull. Auf meiner zweiten Reise im März waren sowohl der Jökulsárlón als Fjallsárlón gefroren und boten einmalige Motive. Der Fjallsárlón bei bewölkten stimmungsvollen Wetter und der Jökulsárlón zu einem nahezu perfekten Sonnenaufgang.
Stokksnes – Islands spektakuläres Bergpanorama
Die Landzunge Stokksnes im Südosten Islands ist mit dem Skógafoss sicherlich einer der bekanntesten Fotospots Islands. Der schwarze Sandstrand mit den schroff aufragenden Berg Vestrahorn sind ein einmaliges Panorama auf Stokksnes. Die Lagune auf der Landzunge sorgt für perfekte Spiegelungen. Die mit Gras bewachsenen Dünen erzeugen einen wundervollen Kontrast. Die Strukturen im Sand sind willkommene Details. Stokksnes liefert zahlreiche Motive, zu jeder Jahreszeit. Und wenn man sich einmal umdreht, eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama zum Vatnajökull und seinen zahlreichen Gletscherzungen.




Dieser Blick bietet sich auch entlang der Uferpromenade der kleine Stadt Höfn, nicht unweit von Stokksnes. Besonders bei meiner zweiten Reise im März 2026 konnte ich hier mit meinem Teleobjektiv einige sehr gute Aufnahmen machen. Sie zeigen Islands einmalige Landschaft, teilweise in Kombinationen mit den Häusern der Stadt und der Gegend.

Háifoss – einer der höchsten Wasserfälle Islands
Den Háifoss habe ich auf meiner ersten Reise nach Island besucht. Mit einer Höhe von 122 Metern ist er dritthöchste Wasserfall Islands. Der Háifoss ist mit dem Auto nur über eine Schotterstraße zu erreichen. Der Camper mit dem ich mein guter Freund unterwegs nicht für diese Straßen geeignet war, sind wir entlang der Straße zum Wasserfall gewandert. Schon entlang des Weges ergaben sich einige Motive wie der Blick auf den Vulkan Hekla oder Schafe am Wegesrand. Der Háifoss bildet zusammen mit dem benachbarten Granni-Wasserfall ein beeindruckendes Panorama. Die beiden Wasserfälle habe sich tief in die Landschaft eingeschnitten. So kommen unterschiedliche Gesteinsschichten besonders direkt an den Wasserfällen zum Vorschein.




Islands Ringstraße – vielfältige Landschaft
Auch wenn ich nur einen kleinen Teil der Ringstraße Islands genutzt habe, soll sie in meiner Liste nicht fehlen. Denn entlang der Ringstraße ergeben sich zahlreiche, abwechslungsreiche Motive. Die Landschaft wandelt sich regelmäßig von einer grüne Steppe in eine Vulkanwüste. In der Ferne ragen die Berge auf und Gletschern finden ihren Weg ins Tal. Ein Stopp lohnt sich fast immer, um Pause zu machen und die Landschaft zu genießen.




Meine Tipps zum Fotografieren auf Island
Abschließend möchte ich meine Erfahrungen und Tipps zum Fotografieren und auch Reisen auf Island mit euch teilen.
Islands Landschaft ist beeindruckend, groß und weit. Um diese Weite einzufangen ist ein Weitwinkelobjektiv ratsam. Gerade an den Wasserfällen bekommt ihr so mehr aufs Bild. Ich konnte auf meinen beiden Reisen mein fehlendes Weitwinkelobjektiv, mit meiner Art Panoramen zu fotografieren kompensieren. Dennoch ist ein Weitwinkelobjektiv zu empfehlen, auch für das Fotografieren von Polarlichtern.

Auf meinen beiden Reisen habe ich bekannte Orte und Fotospots besucht. Diese Fotospots sind auch und besonders durch Social Media bekannt und der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig auf Island. Bitte beachtet die markierten Wege wenn ihr an vorgestellten Fotospots oder anderen Orten unterwegs seit. Die Natur auf Island ist ebenso verletzlich, wie in Europa und beispielsweise den Alpen. Beachtet zudem die Regeln und Hinweise z.B.: Flugverbote für Drohnen.
Aufgrund seiner Lage mitten im Atlantik herrscht auf Island ein raues Klima. Daher solltet ihr bei eurer Reise wind- & wetterfeste Kleidung einpacken. Obwohl bei meiner ersten Reise das Wetter zu 90% sonnig war, wehte stets ein kühler Wind. Eine Windjacke ist daher auch im Sommer ratsam. Bei meiner zweiten Reise im März 2026 waren Regen- und Daunenjacke sowie gefütterte Wanderhosen sehr nützlich.
Auch wenn Island flächenmäßig nicht sehr groß ist, können sich die Distanzen zwischen verschiedenen Orten ziehen. Auf der Ringstraße sind maximal 90 km/h erlaubt. Plant daher genug Zeit für eine Fahrt oder Roadtrip ein. Diesen Aspekt habe ich z.B.: bei meiner ersten Reise komplett unterschätzt. Zudem gibt es an vielen Parkplätzen an Sehenswürdigkeiten mittlerweile Systeme zur Kennzeichenerkennung. Achtet beim Parken auf Hinweisschilder, um unnötige Strafen zu vermeiden.
Auch in kleinen Orten wie Vik oder Höfn gibt es Einkaufsmöglichkeiten und Supermärkte. Ich persönlich war immer gern bei Bónus einkaufen. Die Preise sind höher als in Europa aber die Auswahl ist sehr groß. Beim Einkaufen bezahlt ihr wie auch sonst überall auf Island am besten bargeldlos.
Ich hoffe meine persönlichen Erfahrungen helfen euch bei eurer Reise nach Island. Abschließend findet ihr ein paar hilfreiche Links. Ich wünsche euch wie immer viel Spaß und gutes Licht auf euren Fototouren.

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