Hoch hinaus – Unterwegs an der Alpspitze

Am letzten Wochenende war es endlich soweit, ich konnte mein Geburtstagsgeschenk vom letzten Jahr einlösen. Ich habe eine mehrstündige Fototour/Workshop an der Alpspitze geschenkt bekommen. Nachdem ich oft nur am Fuß der Berge unterwegs gewesen bin, war ich sehr darauf gespannt was mich erwartet.

Die Alpspitze liegt bei Garmisch und ist Teil des Wettersteingebirges. Nachdem sich die Gruppe gefunden hatte, ging per Seilbahn hoch in Richtung Gipfel. Obwohl ich schon sehr oft im Skiurlaub mit Seilbahnen gefahren bin, war diese Fahrt eine neue Erfahrung. Ich war noch nie einer großen Kabine einer Pendelseilbahn unterwegs. Als es über die Stützpfeiler ging, hat es die Gondel doch ganz schön durchgerüttelt. Das war eine neue Erfahrung für mich.

Auf dem Weg zur Bergstation ergab sich bereits das erste Fotomotiv. Man konnte einen Blick über das Zugspitzplatt hin zur Zugspitze erhaschen. Leider lag der Gipfel in einer dicken Wolkendecke und so konnte man ihn nicht sehen. Es war trotzdem ein toller Anblick.

Auf dem Weg zur Alpspitze eröffnet sich der Blick zur Zugspitze und dem darunter gelegenen Zugspitzblatt
Blick über das Zugspitzblatt zum Gipfel

Nach diesem Motiv war es nicht mehr weit zur Bergstation. Die Gondel wurde bei der Fahrt über die letzte Stütze noch einmal ein wenig durch geschaukelt. Danach eröffnete sich der Blick auf das Ziel der Tour, die Alpspitze. Obwohl das Wetter im Tal sehr gut war, war es am Gipfel recht wolkig und neblig. So ergaben sich wie so oft neue Motive und Lichtsituationen innerhalb weniger Minuten.

Am Gipfel angekommen, gab es erstmal eine Einführung vom Guide. Da sich der Kurs an Fotoanfänger richtete, wurden erstmal grundlegende Kamerafunktionen und ein schneller Workflow erklärt. Die Gruppe saß direkt unterhalb der Alpspitze, sodass sich das ein oder andere Motiv ergab. Trotz dessen, dass ich mich nicht als Anfänger sehe, war es gut zu hören wie die eigene Kamera funktioniert und welche Funktionen sie hat.

Wolken zogen immer wieder vorm dem Gipfel vorbei
Die Alpspitze im Nebel
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Licht fällt durch eine Wolkenlücke auf die Flanke des Gipfels

Nach einer Stunde Briefing ging es dann auf den Rundweg rund um die Bergstation und den Gipfel. Hier ergaben sich der ersten Motive, vor allem der Blick Richtung Zugspitze war sehr beeindruckend. Durch wolkigen Himmel ergaben sich tolle Lichtspiele auf den Flanken der Berge.

Wolken und klarer Himmel erzeugten tolle Lichtspiele
Wolken und klarer Himmel erzeugten tolle Lichtspiele
Die Wolken zeichnen Schatten auf den Bergflanken
Die Wolken zeichnen Schatten auf den Bergflanken

Leider war der Gipfel der Zugspitze immer noch von den Wolken verdeckt. Ein Blick darauf blieb mir leider verwehrt. Durch die hochstehende Mittagssonne ergab sich trotzdem ein sehr gutes Motiv. Ein Grat entlang des Gebirges wurde direkt von der Sonne angestrahlt, sodass sich an dessen Rücken ein großartiger Schattenwurf ergab. Zudem lag der Vordergrund komplett im Schatten.

Die Mittagssonne sorgte für großartige Kontraste
Licht und Schatten in der Mittagssonne – Lichtspiele an der Graten

Auf dem Rundweg rund um den Gipfel konnte man immer wieder ein Blick auf die Alpspitze erhaschen. Dieser lag wie auch die Zugspitze in den Wolken. Dadurch ergaben sich einige eher düstere Motive. Diese wirken in Schwarz und Weiß besonders klasse. Mir fällt leider keine passenderes Wort als moody ein, um die Motive zu beschreiben. Seht einfach selbst.

Der wolkenverhangene Gipfel der Alpspitze - Just moody
Der wolkenverhangene Gipfel der Alpspitze – Just moody

Es war mittlerweile eine gute Stunde vergangen. Die Gruppe und ich machten uns auf den Weg in Richtung des Gipfels. Auf dem Weg dorthin ergaben sich Motive im Minutentakt. Die hochalpine Vegetation ist wirklich sehr beeindruckend. Saftig-grüne Wiesen wechseln sich mit rauen Felsen und von Wurzeln durchzogenen Terrassen ab.

Saftig-grüne Wiesen rund um den Gifpel
Saftig-grüne Wiesen rund um den Gifpel
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Von Wurzeln durchzogener Fels – Die Natur sucht sich ihren Weg

Die schmalen aber dennoch gut begehbaren Wege entlang ging unterhalb des Gipfels entlang. Es war klasse zu sehen wie sich die Wege den Berg entlang schlängeln. Ein Gefühl für die Größe der Berge entstand durch die Wanderer, die auf den Wegen unterwegs waren. Sie wirkten wie kleine Ameisen.

Die Wanderwege schlängeln sich durch das Gebirge
Die Wanderwege schlängeln sich durch das Gebirge
Schmal aber gut begehbar - Die Wanderwege rund um den Gipfel
Schmal aber gut begehbar – Die Wanderwege rund um den Gipfel

Nach einigen Anstiegen kam die Gruppe schließlich unterhalb des Gipfels an. Einige Teilnehmer machten eine kurze Pause und ein Teil der Gruppe erforschte die Umgebung.  Die Wolken zogen nur wenige Meter über mir vorüber und aus dem Tal stiegen immer wieder neue Wolken auf. Es ergaben sich wiedermal zahlreiche Motive.

Die Wolken schmiegen sich an die Felswände
Die Wolken schmiegen sich an die Felswände
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Die Felswand verschwindet im Nebel der Wolken

Auf dem Wanderweg aus dem Höllental kamen einige Wanderer hinauf und gönnten sich eine wohlverdiente Pause unterhalb des Gipfels. Der Weg aus dem Tal hinauf ist sehr steil und es zogen immer wieder Wolken und Nebel durch.

Der Blick hinab ins wolkenverhangene Höllental
Der Blick hinab ins wolkenverhangene Höllental

Die Kombination aus massivem Fels, Nebel und Wolken ließ mich nicht los und ich drückte den Auslöser unzählige Male durch. Es reihte sich Motiv an Motiv. Das stellte sich im Nachhinein als kleines Problem heraus. Mir fiel die Wahl der Bilder für den Beitrag teilweise sehr schwer. Ein Favorit kristallisierte sich aber doch sehr früh heraus. Die Aufnahme zeigt für mich einfach mehr als grauen Fels. Seht selbst.

Mehr als grauer Fels - Die Farben des Gebirges
Mehr als grauer Fels – Die Farben des Gebirges

Die Aufnahme ist natürlich nachbearbeitet. Dennoch sind die Informationen im Rohmaterial. Die Farben wurden nur herausgearbeitet. Ich finde die Aufnahme sehr mystisch und auch konnte ich damit etwas experimentieren. Ich bin gerade dabei eigene Lightroom-Presets zu basteln und die Aufnahme war mein Versuchskaninchen.

Der frühe Nachmittag war mittlerweile angebrochen und nach einer kleinen Stärkung ging es auf den Weg Richtung Kreuzeck. An der dortigen Bergstation sollte die Tour enden und es zurück ins Tal gehen. Der Weg dorthin war gut ausgebaut, aber steiler als gedacht. Das ging doch teilweise stark auf die Knie. Es ergaben sich wieder andere Motive. Die Hänge waren nun mit Gras bewachsen und es erstreckten sich grüne Bergwiesen. Immer noch zogen Wolken über uns hinweg und sorgten für tolle Stimmung .

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Grüne Bergwiesen von Felsen durchzogen

Der Weg war, wie schon angedeutet, teilweise recht steil. Der lose Kiesboden macht den Abstieg zu einem echten Erlebnis. Teilweise ragen entlang des Weges die steilen Bergflanken in die Höhe und verschwanden in den Wolken.

Die Bergflanken verschwinden in den Wolken. Der Weg führt steil bergauf.
Die Bergflanken verschwinden in den Wolken. Der Weg führt steil bergauf.

Die Gruppe stoppte immer wieder, um Fotos zu schießen und sich Tipps und Tricks vom Guide zu holen. Abseits des Weges gab es viele Details zu sehen. Die Teilnehmer der Tour schwirrten umher und so ergaben sich wiederum einige Motive.Diese verdeutlichen wiedermal wie klein der Mensch im Gegensatz zur Natur ist.

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Details am Wegesrand – Die Wiesen im Bergsommer

Es war mittlerweile circa 16:00 nachmittags und langsam machte sich etwas Erschöpfung breit. Zum Glück war der Weg nun relativ flach und die Bergstation der Kreuzeckzahn war schon in Sicht. An der Hochalmbahn legte die Gruppe noch einmal eine kleine Pause ein. Hier eröffnete sich der Blick Richtung Kreuzeck. Die vorüber ziehenden Wolken sorgten noch einmal für das ein oder andere Lichtspiel.

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Die letzte Bergfahrt der Hochalmbahn in Richtung Alpspitze
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Blick in Richtung Kreuzeck – Ziel in Sicht

Gegen 17:00 Uhr erreichten wir dann die Station am Kreuzeck und fuhren zurück ins Tal. Ich habe mehr als 500 Fotos geschossen und bin mit meiner Ausbeute sehr zufrieden. Die Natur auf über 2000 Metern Höhe ist einfach sehr beeindruckend und verschlägt teilweise die Sprache. Das Wetter war für meine Art der Fotografie nahezu perfekt.

Obwohl der Guide sagte, wir sollten in JPEG fotografieren, um uns die Nachbearbeitung zu ersparen, entschied ich mich für das RAW Format. Für mich ist die Nachbearbeitung auch ein Teil der Fotografie. Ein Teil der digitalen Fotografie, der mir sehr viel Spaß macht, auch wenn die Auswahl der Aufnahmen oft schwer fällt.

Wie ihr an den Aufnahmen seht, fiel die Bearbeitung dieses Mal sehr unterschiedlich aus. Der Look der Aufnahmen ist sehr unterschiedlich. Das liegt daran, dass ich zurzeit an eigenen Presets für Lightroom arbeite. Ich habe anhand der Aufnahmen verschiedene Presets entwickelt. Diese teste und verbessere ich gerade. Daher sind einige Aufnahmen eher düster und andere heller und freundlicher. Wenn ihr die Presets testen wollt, gebt mir Bescheid. Ich stelle Sie gern für einen Test zur Verfügung. So erhalte ich auch Feedback und kann sie verbessern, denn perfekt sind sie noch nicht. Sobald die Presets fertig sind, gibt es dazu auch einen Beitrag.

Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen. Ihr könnt wie immer mein Profil auf 500px oder Instagram besuchen und meiner Facebookseite einen Besuch abstatten. Über Kommentare und Feedback freue ich mich sehr.

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